Schmerz- und Belastungssteuerung nach einer Verletzung
Eine Verletzung ist oft mit Schmerz verbunden. Ob entzündlich oder mechanisch bedingt, ist es dieser Schmerz, der zum Aufsuchen einer Fachperson bewegt und den Sportler auf die Schwere seiner Verletzung aufmerksam macht. Tatsächlich ist das Schmerzempfinden individuell sehr unterschiedlich, weshalb wir es bei unseren Fragen zu deiner Verletzung nicht als Maßstab heranziehen. Wir haben jedoch Lösungen, um diesen schmerzhaften Punkt zu lindern: das sind die schmerzlindernden Techniken.
Alle Verletzungen folgen derselben Grundlogik: eine Belastung, die höher ist, als das Gewebe verkraften kann.
Einige Beispiele
- Eine Verstauchung: zu viel Belastung für das Band
- Ein Knochenbruch: zu viel Belastung für den Knochen
- Eine Muskelverletzung: zu viel Belastung für die Faser
- Eine Sehnenentzündung: eine übermäßige Belastung für die Sehne
Das Ziel der Schmerzsteuerung ist es, die auf das betroffene Gewebe wirkenden Belastungen zu dosieren. Wir begleiten dich, um dir die zu deiner Verletzung passenden Lösungen anzubieten.
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Gelenkmobilität und Muskelkräftigung während der Behandlung
Unabhängig von deiner Verletzung findest du in deinem Pflegeprogramm stets Übungen zur Gelenkmobilität und Muskelkräftigung. Um Belastungen wirksam zu steuern, braucht es maximale Mobilität – das bedeutet nicht, um jeden Preis beweglich zu werden, sondern eine gute Gelenkmobilität optimiert eine technische oder sportliche Bewegung, wichtig sowohl im Fortschritt als auch bei der Rückkehr.
Regelmäßig praktizierte Muskelkräftigung ermöglicht dir, Kraft und Stabilität wiederzuerlangen, aber auch die Belastbarkeit deiner Gewebe (Muskel, Sehne, Band, Gelenk) zu erhöhen. Eine Kräftigung der ischiocruralen Muskulatur bei einer Knieverstauchung schützt beispielsweise das Gelenk bei der Wiederaufnahme von Sprüngen.
Mehr über die Mobilität erfahren → Mehr über die Kräftigung erfahren →
Propriozeption und Stabilität zur Vorbereitung der Rückkehr zum Sport
Im Verlauf deines Programms findest du Übungen, die deine Stabilität verbessern sollen – notwendig für die Qualität deiner sportlichen Bewegung und die Sicherheit deines Gelenks. Allgemeiner ermöglicht dir die Propriozeption, deine Koordination zu trainieren und deinen Körper wieder in Bewegung zu bringen.
Das ist ein Schlüsselschritt der Reha: Bei einer Knöchelverstauchung zum Beispiel muss die gesamte untere Extremität (Fuß, Knöchel, Unterschenkel, Knie, Becken) trainiert werden, um vor der Reathletisierungsphase ein optimales Ergebnis zu erzielen.
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Die Rückkehr zum Sport nach der Verletzung und zum Wettkampf
Die Rückkehrphase während der Behandlung
Die Rückkehr zum Sport muss nicht bis zum Ende der Behandlung warten: Sie ist fester Bestandteil des Behandlungsfortschritts. Das Ziel des HOPP-Teams ist es, Sportler von der Verletzung bis zur Rückkehr zum Wettkampf zu begleiten, mit einer körperlichen wie mentalen Wiederherstellung.
Mehr über die Reathletisierung erfahren →Die Rückkehr aufs Feld beim Training
Die Wiederaufnahme des Trainings kann erfolgen, auch wenn noch Kräftigungs- oder Stabilitätsarbeit zu vertiefen ist. Das ist ein entscheidender Schritt und oft eine wichtige Motivation für den Sportler – doch es bleibt eine Stufe zwischen Training und Rückkehr zum Wettkampf.
Mehr über das Training erfahren →Die Rückkehr zum Wettkampf, leistungsfähig und selbstsicher
Die Reathletisierungsphase, in allen HOPP-Pflegeprogrammen enthalten, ermöglicht es, bis zum für die Wettkampfrückkehr nötigen Niveau zu fortzuschreiten, mit:
Vertiefte Muskelkräftigung
Propriozeption, Sprung, Explosivität, Ausdauer
Technische Beherrschung
Die 9 Stufen der Reathletisierung eines HOPP-Programms abzuschließen bedeutet, eine sichere Rückkehr zum Sport zu gewährleisten und das Rückfallrisiko zu begrenzen.
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Eigenständigkeit und sichere Steuerung der sportlichen Praxis
Der Fortschritt und die Belastungssteuerung
Zu wissen, wann trainiert und wann geruht werden sollte, ist für einen Sportler stets ein Dilemma. Das einfache Prinzip der EBB (Einschätzung der äußeren Belastung), das in jedem Pflegeprogramm enthalten ist, ermöglicht dir, dein eigenes Fortschrittstempo für ein schnelles und sicheres Ergebnis festzulegen.
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Wie man Verletzung oder Rückfall vermeidet
Der größte Risikofaktor für eine Verletzung ist eine frühere Verletzung. Um dieser Falle zu entgehen, muss man der Behandlung größte Sorgfalt widmen: die eigene Verletzung verstehen, den eigenen Körper verstehen (EBB), und das Pflegeprogramm bis zum Ende durchziehen, um sicherzustellen, dass der Körper stark genug für die Rückkehr aufs Feld ist.