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Psoas-Tendinopathie: verstehe deinen Hüftschmerz und nimm deine Aktivität wieder auf

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Was ist eine Psoas-Tendinopathie?

Die Anatomie des Psoas

Der Psoas ist ein tiefliegender Muskel, der die Lendenwirbelsäule mit dem Oberschenkelknochen verbindet und dabei vor dem Hüftgelenk verläuft. Er ist der wichtigste Hüftbeuger und unverzichtbar, um das Bein anzuheben und für die Abstoßphase bei jedem Schritt. Seine Tendinopathie äußert sich durch Schmerzen an der Vorderseite der Hüfte oder in der Leiste, manchmal begleitet von einem hör- oder tastbaren Schnappen („schnappende Hüfte“).

Warum wird diese Sehne schmerzhaft?

Der Schmerz entsteht, wenn der Psoas einer zu hohen wiederholten Belastung ausgesetzt ist, insbesondere bei wiederholten Hüftbeugebewegungen (Laufen, Sprint, Tritte). Eine zu schnelle Steigerung des Trainingsumfangs, langes Sitzen, das den Muskel verkürzt, oder mangelnde Beweglichkeit der Hüftbeuger sind häufige begünstigende Faktoren.

Vorderer Hüftbereich in der HOPP-App
Physio-Tipp: Manche Sportler spüren bei bestimmten Bewegungen ein Schnappen oder „Klicken“ an der Vorderseite der Hüfte: Dieses Phänomen, das durch das Gleiten der Psoassehne über einen Knochenvorsprung entsteht, ist nicht zwangsläufig krankhaft, sollte aber bei begleitenden Schmerzen abgeklärt werden.

Welche Sportarten begünstigen eine Psoas-Tendinopathie?

Alle Sportarten, die die Hüfte wiederholt stark beugen, sind besonders risikoreich:

  • Fußball (Schüsse, Läufe)
  • Leichtathletik (Sprint, Hürden)
  • Tanz
  • Kampfsport (Tritte)
  • Intensives Radfahren
  • Laufen mit starker Hüftbeugung
Physio-Trick: Teste deinen Schmerz, indem du die Hüfte gegen einen leichten Widerstand beugst – im Sitzen am Stuhlrand, Knie angehoben: Wenn der Schmerz deutlich an der Vorderseite der Hüfte oder in der Leiste auftritt, ist das ein guter Hinweis auf eine Psoas-Tendinopathie.

Die Behandlung der Psoas-Tendinopathie in der Reha mit einem Sportphysiotherapeuten

Das Ziel der Behandlung ist es, den Psoas progressiv zu kräftigen und gleichzeitig an seiner Beweglichkeit zu arbeiten, die durch langes Sitzen oft eingeschränkt ist.

  1. 1Schmerzreduktion und Belastungssteuerung
  2. 2Beweglichkeit der Hüfte
  3. 3Isometrische Kräftigung
  4. 4Progressive konzentrische Kräftigung
  5. 5Exzentrische Kräftigung
  6. 6Arbeit an der Beckenkette
  7. 7Korrektur der Bewegung
  8. 8Kräftigung unter sportlicher Belastung
  9. 9Progressive Rückkehr zur ausgeübten Sportart
  10. 10Rückkehr zum Wettkampf

Die Bedeutung des Physio-Gesprächs

Im Gespräch versucht der Physiotherapeut, die Bewegungen zu identifizieren, die den Schmerz auslösen (Hüftbeugung, Sprint), ob ein begleitendes Schnappen vorliegt, sowie die im Alltag im Sitzen verbrachte Zeit.

„Nicht die Sehne ist schwach – die Belastung muss besser dosiert und verteilt werden.“

Die Kräftigung und Beweglichkeit, Grundpfeiler der Behandlung

Die progressive Kräftigung des Psoas, kombiniert mit einem Beweglichkeitstraining der Hüftbeuger, stellt seine funktionelle Kapazität wieder her. Eine globale Arbeit an der Stabilität von Rumpf und Becken ergänzt die Behandlung wirksam.

Zusammengefasst

  • Progressive Kräftigung des Psoas
  • Beweglichkeitstraining der Hüftbeuger
  • Stabilität von Rumpf und Becken
  • Progressive Rückkehr: erst Beweglichkeit, dann Belastung, dann Sport
Angeleitete Mobilitätsübung in der HOPP-App

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Schonen oder weiter Sport treiben?

Vollständige Schonung ist in der Regel nicht notwendig. Es ist besser, die wiederholten Hüftbeugebewegungen, die den Schmerz deutlich auslösen, vorübergehend anzupassen und gleichzeitig so früh wie möglich mit der Kräftigung zu beginnen.

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Wann bei einer Psoas-Tendinopathie eine Fachperson aufsuchen?

Wenn der Schmerz länger als vier Wochen anhält, oder wenn das Schnappen der Hüfte von einem ausgeprägten, einschränkenden Schmerz begleitet wird, wird eine ärztliche Einschätzung empfohlen.

Die HOPP-Pflegeprogramme zur Behandlung deiner Psoas-Tendinopathie und Rückkehr zum Sport

Diese Tendinopathie erfordert eine progressive Kräftigung und Beweglichkeitsarbeit. HOPP bietet dir ein präzises Übungsprogramm, das eine möglichst schnelle Rückkehr zu deinen Aktivitäten ermöglicht.

Gezielte Dehnungen des Psoas und der Hüftbeuger.
Ein Mobilitätstraining der Hüfte in Streckung, um der durch langes Sitzen bedingten Verkürzung entgegenzuwirken.
Eine progressive Kräftigung des Psoas und der Rumpfstabilisatoren.
Eine progressive und begleitete Rückkehr zu wiederholten Hüftbeugebewegungen.

Das Programm läuft je nach Verletzung über 3 bis 9 Wochen und endet mit einer Reathletisierungsphase, die eine Rückkehr zum Wettkampf unter besten Bedingungen ermöglicht. Jedes Programm wird vom HOPP-Team entwickelt, bestehend aus zwei Sportphysiotherapeuten, die auf die Analyse und Betreuung von Sportlern spezialisiert sind. Während deines Fortschritts findest du außerdem einen theoretischen Teil, um alle Aspekte deiner Heilung zu beherrschen und deine Behandlung eigenständig weiterzuentwickeln. Bei Bedarf steht dir unser Physiotherapeuten-Team zur Begleitung zur Verfügung.

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Ein Programm, das sich jeden Tag an dich anpasst

Jeden Tag wird dein Befinden (RPE) berücksichtigt, um den weiteren Verlauf deines Programms automatisch anzupassen: mehr Belastung, wenn alles gut läuft, etwas weniger, wenn die Hüfte protestiert. Diese tägliche Personalisierung macht den Unterschied zu einem starren Programm auf Papier.

HOPP-Slogan: Zurück ins Spiel

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Häufig gestellte Fragen

Ersetzt das HOPP-Programm eine ärztliche Konsultation?

Nein. HOPP ist ein von Sportphysiotherapeuten entwickeltes Begleitungs- und Rehabilitationstool, ersetzt aber nicht die Einschätzung eines Arztes. Wende dich bei Unsicherheit oder anhaltenden Schmerzen an eine medizinische Fachperson.

Ist das Programm für alle sportlichen Niveaus geeignet?

Ja. Jedes Programm wird an deine Sportart, dein Niveau und dein tägliches Befinden angepasst — egal ob du Freizeitsportler bist oder dich auf einen Wettkampf vorbereitest.

Ist das Hüftschnappen gefährlich?

Ein isoliertes und schmerzloses Schnappen ist in der Regel unbedenklich. Erst wenn es von Schmerzen begleitet wird, ist eine Behandlung notwendig.

Wie lange dauert die Heilung?

Ein strukturiertes Programm bringt in der Regel innerhalb weniger Wochen eine deutliche Besserung, mit einer vollständigen Rückkehr zum Sport nach mehreren Wochen progressiver Kräftigung.

Ist langes Sitzen ein Risikofaktor?

Ja, es hält den Psoas dauerhaft in verkürzter Position, was zu einem Verlust an Beweglichkeit und einer Schwächung der Sehne bei Wiederaufnahme der Aktivität führen kann.

Thibault Vignais, Sportphysiotherapeut

Inhalt verfasst von Thibault Vignais

Sportphysiotherapeut und Osteopath, Mitgründer von HOPP

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